Auftakt der Deutschen Tourenwagen Masters 2010
High Society, Fans und schnelle Runden!
Die Anziehungskraft zwischen der Welt des Motorsports und der Welt der Schönen und Reichen könnte nicht größer sein. Sobald die Motoren dröhnen und Benzin in der Luft liegt, trifft sich das „Who is Who“ aus Entertainment, Sport, Wirtschaft und Politik auf dem Hockenheimring Baden-Württemberg. So bot auch der Saisonauftakt der DTM vom 23. bis 25. April 2010, wie in jedem Jahr, einen wahren Promi-Auflauf: Boris Becker, Fritz Wepper, Anton Mang, Alfons Schuhbeck, Gina-Lisa Lohfink, die Combo Culcha Candela u.v.m. sorgten für Glamour im Fahrerlager.
Doch nicht die Stars und Sternchen spielten an diesem Wochenende in Hockenheim die Hauptrolle, sondern erstklassiger Motorsport. Nach der langen Winterpause ging es für die neue DTM, nach deren Comeback im Jahre 2000, bereits in die elfte Saison. Jede Menge Rennsportgeschichte wurde bereits bei der beliebtesten internationalen Tourenwagenmeisterschaft geschrieben und die Piloten von Mercedes-Benz und Audi haben ihre Ziele auch für 2010 hoch gesteckt.
So herrschten Frühlingsgefühle am badischen Traditionskurs vor allem bei Mercedes-Benz vor. Die Stuttgarter feierten beim Auftakt einen souveränen Vierfacherfolg. Als Sieger überquerte der Brite Gary Paffett nach 39 Rennrunden und 178,386 Kilometern die Ziellinie. Hinter dem 29-Jährigen folgten seine Markenkollegen Bruno Spengler aus Kanada, der Brite Jamie Green und der Schotte Paul Di Resta. „Das erste Rennen zu gewinnen, ist ein großartiger Start in die Saison. Das Ziel heute war es, so viele Punkte wie möglich zu sammeln. Das Team hat einen sehr guten Job gemacht, und ich mag das Auto - es läuft einfach gut. So könnte ich mir das für den Rest der Saison vorstellen“, sagte der Auftaktsieger nach dem Rennen. Paffett, DTM-Champion 2005, feierte in Hockenheim seinen insgesamt 15. DTM-Rennsieg. Bester Audi-Pilot wurde Mike Rockenfeller aus Neuwied als Fünfter.
Zwei Piloten feierten ihren erfolgreichen Einstand in der Tourenwagenserie: Der Spanier Miguel Molina (Audi) fuhr bei seinem Debüt als Achter direkt in die Punkte. Der ehemalige Formel- 1-Pilot David Coulthard (Mercedes-Benz) arbeitete sich im Laufe des Rennens um fünf Positionen nach vorn und wurde bei seiner DTM-Premiere Zwölfter.
Freuen durften sich die Zuschauer auch über neue Partnerserien. Neben der Formel 3 Euro Serie, dem Porsche Carrera Cup, dem Seat Leon Supercopa startete 2010 die Lamborghini Blancpain Super Trofeo sowie der neue Volkswagen Scirocco R Cup in seinem Premierenjahr im Rahmen der DTM. Hier kämpften Motorsport-Neulinge, gestandene Rennfahrer und PS-Legenden im Starterfeld auf höchstem Niveau um Punkte und Pokale. Strahlender Sonnenschein und 78.000 Fans sorgten für eine perfekte Kulisse beim ersten DTM-Rennwochenende des Jahres. Wie immer erwarteten die Besucher in Hockenheim viele Autogrammstunden, Pitwalks, die ARD-Chartshow u.v.m. Kurzum es wurde ein kurzweiliges Rahmenprogramm und natürlich Motorsport zum Anfassen geboten, der jedem Rennsportliebhaber das Herz höher schlagen ließ. Übrigens findet das europäische Finale vom 15. bis 17. Oktober 2010 ebenfalls am Hockenheimring statt.
Ein Bilderbuch-Wochenende mit Motorsport zum Anfassen
Knapp 25.000 Zuschauer strömten zur „Hockenheim Historic - In Memory of Jim Clark“ vom 16. bis 18. April 2010 auf dem Hockenheimring und erlebten ein Bilderbuch-Wochenende. Bei strahlendem Sonnenschein jagte ein motorsportgeschichtliches Highlight das andere. Zehn historische Rennserien und vier Präsentationsläufe schickten die Besucher auf eine faszinierende Zeitreise. Wer wunderschöne Rennwägen und waghalsige Draufgänger in deren Cockpit erleben wollte, war bei der Veranstaltung zu Ehren des ehemaligen Formel 1-Weltmeisters Jim Clark auf der badischen Traditionsstrecke goldrichtig. An der Ästhetik, der Technik und am Motorensound vergangener Zeiten freuten sich Jung und Alt.
Packende Kämpfe lieferten sich beispielsweise die Monoposti der Historic Formula One und der FIA Lurani Trophy. Doch als die Boliden der FIA Historic Formula One die Start-und-Ziel-Gerade hinunterpreschten, stockte den Zuschauern der Atem. Auch bei den Nachwuchsserien wie der NEC Formula Renault 2.0 und der LO formel lista junior waren die Zuschauerränge in der Sachs- Kurve voll besetzt. Bei keiner anderen Rennveranstaltung gab es so viele Formelrennwagen aller Kategorien zu erleben. Abgerundet wurden die Formelrennserien durch über 50 Formel V-Boliden sowie über 40 Fahrzeugen der Race History on Track, einer Demonstration von Grand-Prix-Wagen aus sieben Jahrzehnten.
Das 40-jährige Jubiläum der Interserie gehörte zu einem der Highlights des Wochenendes auf dem Hockenheimring. 25 faszinierende Boliden nahmen an den Interserie Revival- Demonstrationsläufen teil. Starter von damals wie Kurt Ahrens, David Piper, Jürgen Neuhaus und Helmut Bross ließen es sich nicht nehmen, nochmals aktiv am Lenkrad zu drehen.
Publikumsliebling waren auch an diesem Wochenende die Boliden des Orwell SuperSportsCup und die Serie „Kampf der Zwerge“, bei der Fahrzeuge mit kleinem Hubraum wie Mini Cooper und Abarth um die Positionen kämpften. Abgerundet wurde das Rennwochenende durch den Yokohama FHR Langstreckencup und die Classic Trophy für GT-Fahrzeuge der Baujahre zwischen 1947 und 1971. Des Weiteren wurde der 70. Geburtstag des ehemaligen Porsche-Werksfahrers Kurt Ahrens am Sonntagnachmittag mit einer Ehrenparade aller Fahrzeuge, die der sympathische Braunschweiger in seiner Rennkarriere fuhr, gefeiert.
Auch wurden wieder Designpreise vergeben. Wie im vergangenen Jahr prämierten 30 Studenten der Designschule Pforzheim, unter Federführung von Prof. James Kelly, die schönsten Rennwagen. Bei den Formelrennwagen gewann Dr. Klaus Lehr mit seinem Maserati 250 F aus dem Jahr 1957. Den schönsten Rennsportwagen brachte Hans Peter Richrath nach Hockenheim, einen Porsche 907 Kurzheck aus dem Jahr 1967.
Die Zuschauer konnten in den Boxen hautnah am Geschehen dabei sein, komplizierte Startprozeduren verfolgen, oder den Mechanikern bei Reparaturen über die Schulter schauen. Bei zahlreichen Autogrammstunden könnte man mit den Rennhelden aus vergangenen Tagen auf Tuchfühlung gehen. Auch das Clubareal bei der Mercedes-Tribüne war gut besucht. Alle Fahrzeuge der Markenclubs hatten in den Mittagpausen und am Samstagabend die Möglichkeit, den Hockenheimring zu befahren und demonstrierten mit Freude Schmuckstücke vom Schlage BMW M1, Chevrolet Corvette und Cobra.
Die Veranstalter, die Hockenheim-Ring GmbH und der Badische Motorsport Club, freuten sich über den reibungslosen Ablauf der Organisation, den regen Zuspruch und die tolle Stimmung, die bei Teilnehmern sowie Besuchern herrschte. Die Faszination der „guten alten Motorsporttage“ ist ungebrochen – und diese werden auch 2011 bei den Hockenheim Historic am Hockenheimring zelebriert.
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