1. Mannheimer Kochschule
Vom Kochen und von Küchen
Der Mensch ist, was er isst. Der Mensch ißt, was er kocht.
Diese Sätze haben bis vor wenigen Jahren noch als Zustandsbeschreibung gegolten. Bis weit in die Nachkriegszeit hinein wurde von den Familien in der Tat fast ausschließlich das gegessen, was die Frau und Mutter in ihrer Küche zubereitet hat.
Das hat sich geändert, weil sich die traditionellen gesellschaftlichen und familiären Strukturen verändert haben. Man lebt anders und man kocht anders. Die Kücheneinrichtung hat sich diesem Trend angepasst. In den sechziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts hat man sich erstmals mit dem Thema der Küchenorganisation im Privathaushalt befasst. Ergonomie wurde das Zauberwort für die Einrichtung einer privaten Küche. Vorbild war die Gastronomieküche mit Ihren rationellen Abläufen aber auch mit der Belastbarkeit der Materialien. Auch die Architekten legten beim Entwurf eines Hauses mehr Wert auf einen Küchenraum der sich auch als Treffpunkt der Familie eignet.
So wuchsen die Anforderungen an die Küchenhersteller das Angebot an zweckmäßigen und doch wohnlich schönen Möbeln zu erweitern. Aus den Küchenbuffetts wurden flexible Einzelmöbel und aus der „Schwedenküche“ Einbauküchen „Made in Germany“. Einer der ersten Küchenhersteller für Serienmöbel waren die Gebrüder Leicht aus Schwäbisch Gmünd. Aus einer kleinen Schreinerei entwickelte sich LEICHT zu einem internationalen Konzern. Viele Designauszeichnungen sind nur ein Beleg dafür wie sehr sich die Küche gewandelt hat und welch großen Einfluss das Unternehmen LEICHT darauf hatte.
LEICHT zählt heute zu den führenden Küchenherstellern in Europa.
Aber gerade durch den Wandel in den Ansprüchen der Benutzer wurde immer mehr die individuelle Planung zum Bestandteil einer modernen Küche. Wurden bis in die siebziger Jahre Küchenmöbel fast ausschließlich vom Möbelhandel angeboten, so entwickelten sich jetzt die Spezialisten. Unternehmen wie LEICHT bildeten Innenarchitekten zu Küchenspezialisten aus. Und größten Wert wurde auf die Qualifikation des Handelspartners gelegt. Bereits 1976 gründete Habermehl&Walle in Ludwigshafen ein Küchenspezialhaus das fast ausschließlich Küchen von LEICHT anbot. Und auch heute noch ist das KüchenCentrum Habermehl&Wallé einer der erfolgreichsten Partner des renommierten Küchenherstellers. Beide Unternehmen sind Partner der 1. Mannheimer Kochschule.
Denn Kochen und Küchen sind ein wesentlicher Bestandteil unseres modernen Lebens.
Ein Haus, in dem die Menschen im Einklang mit der Natur leben, in dem sie sich als Teil des Universums wahrnehmen können, bei Tag und Nacht, sommers und winters – so lautete der Auftrag an den Architekten.
Die nach Westen und Süden orientierte Hausfront ist komplett verglast, bündig mit Fußboden und Decke. So entsteht in allen Räumen ein Gefühl großer Offenheit und eine direkte Verbindung zu den Elementen, zu Wind und Wetter, Regen und Sonnenschein. Nach Norden und Osten zeigt sich die Fassade weitgehend geschlossen mit einer Holzverschalung, die – silbrig-grau verwittert – das Haus in wenigen Jahren Teil des anschließenden Waldes werden lässt. Geschmiegt an den Hang, hat jedes der drei Geschosse direkte Anbindung an das natürliche Gefälle. Das obere ist das Eingangsgeschoss mit Bibliothek, Arbeitsraum und großer Dachterrasse nach Süden. Die einläufige Treppe ins Hauptgeschoss wird weitergeführt in das Tiefgeschoss mit Kinderzimmern und Fitnessraum. Die Küche ist in die zweiseitig verglaste Hauptwohnebene integriert. Sie bildet den Schnittpunkt zwischen Essbereich, glasüberdachtem Freisitz und Wohnbereich in der Horizontalen und den drei Geschossen in der Vertikalen. So ist sie zugleich Zentrum des Hauses und Mittelpunkt des familiären und öffentlichen Lebens. Vom Architekten als ein zweiseitig offener, in den freien Raum gestellter Kubus konzipiert, wirkt die Küche als eigenständiges Architektur-Element, das der Hauptwohnebene Struktur gibt, ohne den Blick einzuengen. Zum Wohnbereich nach Süden ist der Kubus geschlossen, um Platz zu schaffen für deckenhohe Schränke und den Geräteeinbau. Parallel dazu bilden 120 cm tiefe Unterschränke eine freistehende Insel, deren Ausrichtung vom Esstisch aufgenommen wird. Die Wände des Küchenkubus sind innen und außen mit reliefartig geprägten Küchenfronten in einem Bordeaux-Farbton verkleidet. So setzt die Küche einen auch von außen sichtbaren Farbimpuls in dem ansonsten auf der Farbe Grau basierenden Wohnumfeld. Der helle Vanilleton der matt lackierten Küchenfronten bildet dazu eine warmtonige Ergänzung. Von allen Wohnräumen weitet sich der Blick in die Landschaft. Mit dem Einsatz von Geothermie in Verbindung mit einer Wärmepumpe kann das Haus im Winter kostengünstig geheizt und im Sommer – trotz großflächigen Glaseinsatzes – mit Hilfe der Erdkühle angenehm temperiert werden. Und wenn der Feuerschein des schwebenden Kamins nach und nach das Licht der untergehenden Sonne ersetzt, wenden sich auch die Sinne von außen nach innen, kehrt ein Gefühl der Ruhe, Harmonie und Entspannung ein.
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